2011
Hitlerjunge Salomo kommt nach Bockenem
Sally Perel in der Kulturscheune
Am Dienstag, dem 7. Juni um 20 Uhr ist Sally Perel, der als „Hilterjunge Salomo“ durch den Film von Steven Spielberg bekannt geworden ist, zu Gast im Kulturladen in Bockenem.
Der historische Hintergrund des Films ist, dass die jüdische Familie Perel mit ihren Kindern 1939 vor den Nazis von Peine nach Lodz floh, darunter auch der 14-jährige Sally. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen flüchtet er mit seinem Bruder weiter nach Russland. Die Eltern blieben im Ghetto zurück, wo sie später ermordet wurden.
Bei Beginn des Blitzkriegs gegen Russland fiel Sally in die Hände der deutschen Wehrmacht. Den sicheren Tod vor Augen, erklärte er: „Ich bin Volksdeutscher.“ So wurde aus Sally Perel Josef Perjell und später der Hitlerjunge Jupp. Diese Rolle als „Volksdeutscher“ hielt er bis zum Kriegsende durch, obwohl ihn diese Doppelrolle oft an den Rand der Verzweiflung brachte.
Sally Perel hat nach jahrzehntelangem Schweigen die Sprache über das Erlebte wiedergefunden und das Buch „Ich war Hitlerjunge Salomo“ geschrieben, das später zur Vorlage für den Spielberg-Film wurde. Nun reist er seit vielen Jahren durch die Welt, um zu erzählen.
Jetzt kommt der „Hitlerjunge Salomo“ auch nach Bockenem. Es ist dem Kulturladen Bockenem gelungen, ihn zu einem Abend in die Kulturscheune am Buchholzmarkt 13 einzuladen, denn Sally Perel und der Bockenemer Claus-Ulrich Heinke kennen sich von einem früheren Besuch des jetzt in Tel Aviv lebenden Autors.
„Es ist wunderbar, dass der 86-jährige Sally sich nochmals auf die Reise begeben hat und jetzt auch in Bockenem Station macht,“ sagt der frühere Citykirchenpastor und Dirigent der SingAkademie Niedersachsen. „Seine Erzählungen zeigen beeindruckend, wohin es führt, wenn radikale und rassistische Gedanken die Oberhand gewinnen.“
Zu der Veranstaltung im Kulturladen sind alle interessierten Erwachsenen und Jugendlichen eingeladen, um die wahrscheinlich letzte Gelegenheit zu nutzen, Sally Perel persönlich kennen zu lernen.
Der Eintritt ist frei. Um eine freiwillige Kostenbeteiligung wird gebeten. Der Kulturladen führt diesen Abend zusammen mit dern Friedrich-Naumann-Stiftung durch. Ein junger Musiker von der Kreismusikschule Peine wird den Abend mit musikalischen Akzenten bereichern.
Sally Perel (* 21. April 1925 in Peine, eigentlich Salomon Perel, auch bekannt unter den Namen Shlomo Perel oder Solomon Perel, während der Nazizeit Josef Perjell oder auch Josef Peters) hat als Jude die Zeit des Nationalsozialismus als Mitglied der Hitlerjugend überlebt. Er verfasste seine Autobiographie unter dem Titel Ich war Hitlerjunge Salomon, welche unter dem Titel Hitlerjunge Salomon verfilmt wurde.
Sally Perel bei Wikipedia
29.05.2011 16.00 Uhr
"Wir denken an Japan“
Deutsch-Japanischer Nachmittag
Songs und Evergreens aus Musical und Film mit den VOC’s
Klassische Musik mit japanischen Studierenden der Musikakademie Hamburg
Der Kulturladen und die Familie Heinke pflegen viele freundschaftliche Beziehungen zu Japanern. Einige von ihnen studieren am Hamburger Musik-Konservatorium. Angesichts der Erdbeben- und Atomkatastrophe möchten wir in einem gemeinsamen Konzert unsere Solidarität zum Ausdruck bringen. Zusammen mit dem deutschen Vokal-Ensemble „Die VOC’s“ gestalten sie bei Tee und Gebäck einen deutsch-japanischen Nachmittag mit klassischer Musik und unterhaltsamen Melodien aus Musical und Film.
Eintritt 8,- Euro.
25.06.2011 20.00 Uhr
„Songs von Liebe und Leid und anderen unnützen Dingen“
Peter Braukmann unplugged
In Bockenem hat er Plattengeschichte geschrieben,- als Sänger und als Produzent. Dann zog es ich fort. Jetzt kommt er wieder zu einem Konzert nach Bockenem.
Zwischen 1972 und 1977 tourte Peter Braukmann mit Soloprogrammen, spielte Konzerte mit Derroll Adams, Werner Lämmerhirt u.a.. Dann traf er Bernd Goymann und als Schnappsack Duo spielten sich die beiden durch halb Europa. Schnappsack wurde zu Recht das innovative Duo der deutschsprachigen Folkszene genannt. Ab 1979 gab es dann die Peter Braukmann Band und nach deren Auflösung 1983 widmete sich Peter dem Kabarett als Produzent, Manager und Autor. Er arbeitete mit Andre Heller, Erika Pluhar, den Schmetterlingen, Elke Heidenreich, Ernst Stankovski, Hape Kerkeling und viele andere mehr. Der Rillenschlange Musikverlag und das Label Rillenschlange wurden in den 80zigern führend in Sachen Wort auf LP. Ganz nebenbei produzierte er auch einige bemerkenswerte Folk LP's, wie z.B. die erste LP der ostfriesischen Spitzenband LAWAY oder die Albion Band / Light Shining.
Zwischen 1990 und 2005 produzierte und schrieb er "comedy". Die allererste comedy - Show im deutschen TV (HR 1990, Queens Palace) war der Startschuss zu der heute bekannten Überschwemmung. Braukmann arbeitet 13 Jahre für Monty Python, gehörte zu den Entwicklern der Comedy Factory (Pro Sieben), Samstag Nacht (RTL) und der Wochenshow (SAT1), war zwischen 1996 und 99 als Redakteur bei SAT1 tätig und produzierte anschließend frei für verschieden Sender Unterhaltungsformate.
2005 kamen der Ausstieg und der Wiedereinstieg in die Musik. Zusammen mit George Kranz und Beathoven (Rockhouse) produzierte er die POP-Folk Band "Schöneweile". 2008 gab es eine Reunion Tour mit Schnappsack unter der Federführung von Karsten Jahnke und ein neues Schnappsack Album (Geh meinen Weg). Seit 2009 veranstaltet er eigene Kulturkonzepte in Meißen und 2011 gibt es nun ein neues Album und Bühnenprogramm.
Eintritt 8,- Euro
21.08.2011 11.00 Uhr
„Blues and Boogie from Westcoast to Chicago“
Jazz-Frühschoppen
"Blues-Connection Wolfsburg"
Die Blues Connection, von zwei heute noch aktiven Mitgliedern 1989 gegründet, hat sich durch Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Musikern über viele Jahre entwickelt. Seit 2001 spielt Blues Connection jetzt unverändert in der u.a. Besetzung. Neben klassischen Titeln im Chicago Stil werden auch zumindest für den „Blues-Unerfahrenen“ Zuhörer unbekannte, moderne Bluestitel interpretiert. Die stimmlichen Möglichkeiten einer Sängerin tragen darüber hinaus dazu bei, den Stücken einen ungewohnten und unverwechselbaren Touch zu verleihen. Darüber hinaus, und das lässt sich schon aus der Zeile „Blues and Boogie from Westcoast to Chicago“ entnehmen, sehen sich die Bandmitglieder nicht als Interpreten einer bestimmten Spielweise, sondern finden durch die stilistische Bandbreite der Titel ihre musikalische Möglichkeit, auch eigene Emotionen ausdrücken zu können. Eine Klassifizierung in Chicago-, Texas-, oder Westcoast-Stil ist für die Band daher eher nebensächlich. Im Repertoire der Blues Connection befinden sich gefühlsbetonte, langsame Bluesstücke, sowie dynamische und rythmusbetonte Titel, die immer auch auf eines abzielen - den Bauch des Zuhörers.
Eintritt 8,- Euro
27.08.2011 15.00 & 20.00 Uhr
Hans-Jürgen Pincus und seine 60 Flöten
15.00 Uhr Kinderkonzert "Zauberflöte-Flötenzauber"
EIN MUSIKNACHMITTAG FÜR KINDER – NICHT NUR ZUM ZUHÖREN
60 verschiedene Flöten hat Hans-Jürgen Pincus dabei. Die kann er alle spielen!. Die Kinder erleben die vielen Flötenklänge an bekannten Musikbeispielen, erfahren Einzelheiten über die verschiedenen Materialien des Instrumentes, erhalten einen Einblick in den Aufbau eines Sinfonieorchesters und können sich an den vielen Flöten auch selbst ausprobieren.
20.00 Uhr Klassik-Abend mit H. Pincus „Zauberwelt der Flöte“
Zauberwelt der Flöte
Eine musikalische Reise durch die Geschichte der Flöte
Die begabtesten Instrumentenbauer haben sie in immer neuen Variationen zu immer neuen Klangkörpern verfeinert. Die berühmtesten Komponisten haben ihr gehuldigt und ihr eine Fülle unveränderlicher Denkmäler gesetzt.
Die größten Virtuosen haben sich ihr verschrieben und ihrem Körper die Seele eingehaucht – im wahrsten Sinne des Wortes.
Durch diese Welt führt Sie : Hans-Jürgen PincusKaum einer weiß die Geschichte der Flöte anschaulicher zu erzählen als er.
Kaum einer versteht die klangliche Schönheit und Vielfalt meisterhafter darzustellen.
Kaum einer kann sachkundiger Auskunft geben über die Klangunterschiede, die sich aus Material und Technik erklären.
Die Flöte ist das älteste Holzblasinstrument. Bis in die heutige Zeit begeistert die Flöte immer wieder die Konzertbesucher durch den schönen Klang und ihre faszinierende Virtuosität.
Über 60 verschiedene Flöten hat Hans-Jürgen Pincus im Gepäck, zum Teil sehr alte und wertvolle Instrumente.
Auf diesen Instrumenten erklingen die schönsten Flötenmelodien, und in unterhaltsamer, erzählender Weise wird der Zuhörer kreuz und quer durch die Geschichte der Flöte geführt – von der alten Traversflöte aus der Barockzeit bis hin zur modernen Bassflöte. Eine Sternstunde der Flötenmusik
Eintritt 8,- Euro






