Leitungsteam Musicalprojekt 2010

Komposition - Stefan Wurz
Text, Regie - Martin Doll
Choreograph, Tanz Coach - Michael Kemper
Vocal Coach - Julia Schönleiter
Stimmbildung, Klassischer Gesang - Heidrun Heinke
Musikalische und künstlerische Gesamtleitung - Claus-Ulrich Heinke
Korrepetition - Rainer Abraham


Komponist und Pianist

Stefan Wurz
wird 1964 in Karlsruhe geboren. Seine musikalische Ausbildung beginnt mit klassischem Klavierunterricht. Das Gitarren- und Schlagzeug-spiel bringt er sich selbst bei. Er spielt mehr als 20 Jahre in zahlreichen Rock, Pop- und Bluesbands. Mit zwölf Jahren beginnt Stefan Wurz zu komponieren. Neben unzähligen Songs für seine Bands und einem Lieder-zyklus nach Gedichten von Rainer Maria Rilke schreibt er die Musik zu fünf Programmen der Pforzheimer Kabarettisten AMNESIE IRRATIONAL und McMEIER, für diverse Theaterproduktionen in Pforzheim, für das Stuttgarter Renitenztheater, für das Theater Nordhausen und für mehrere Filme. 2000 wird seine musikwissenschaftliche Arbeit: „KUNDRY, SALOME, LULU – Femmes fatales im Musikdrama“ veröffentlicht. Stefan Wurz ist als Pianist, Arrangeur, Produzent, musikalischer Leiter und Pädagoge tätig, so beispielsweise an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam, am Stadttheater Hildesheim und bei verschiedenen internationalen Produktionen.
Seine größte Leidenschaft ist jedoch die Komposition modernen Musiktheaters. Die Rockmusicals ALICE nach Lewis Carroll (1992, Libretto: Martin Doll) und SCHÖNE NEUE WELT nach Aldous Huxley (1994, Libretto: Roland Maier) werden vom von Stefan Wurz mit gegründeten BOB'SHE'BOB-MUSIKTHEATER produziert und aufgeführt. Beide gehören zu den erfolgreichsten Produktionen der Pforzheimer Theaterszene und sind auf CD erschienen.
Die 2003 fertig gestellte Splatteroper DA CAPO AL FINE (Libretto: Klemens J. Brysch) wird beim Musicalwettbewerb „Works in Progress“ 2002 in Hamburg präsentiert und vom fachkundigen Publikum begeistert aufgenommen.
ROCKQUIEM – eine Rockshow nach Mozarts Requiem – wird am 3. August 2003 in Prag uraufgeführt und war inzwischen in Italien, Ungarn und Norwegen unter der musikalischen Leitung von Stefan Wurz zu sehen.
HELLE NÄCHTE, ein romantisches Musical nach Dostojewski (Libretto: Martin Doll) wurde am 2006 in Pforzheim uraufgeführt und von Presse und Publikum gefeiert. Zurzeit arbeitet er an der Rock'n'Gamez-Cross-Opera THE VIRTUAL MIRROR (Libretto: Wolfgang Walk).
Stefan Wurz erlebt Musik im Spannungsbereich zwischen „neuer“ Musik und Jazz, Rock und Pop. In seinen Kompositionen verbinden sich klassische und moderne Kompositionsprinzipien mit dem Feeling der Rockmusik. So hat er zum Beispiel das Rockmusical ALICE auf bitonalen Akkorden und die SCHÖNE NEUE WELT auf strengen Zwölftonreihen aufgebaut. ROCKQUIEM beschäftigt sich mittels der Konfrontation von Mozarts Meisterwerk und harten Rockriffs auf schmerzhaft aktuelle Weise mit den ewigen Fragen von Leben und Tod.



 

Text und Regie

Martin Doll
studierte Kulturwissenschaftler schrieb zahlreiche Librettos und inszenierte in ganz Deutschland viele Theaterstücke und Musicals.
Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Martin Doll Kulturpädagogik mit den Schwerpunkten Literatur, Theater, Musik, Psychologie und Philosophie. Als Sänger war er unter anderem am Staatstheater Hannover und als Theaterpädagoge in Pforzheim tätig. Neben eigenen Regiearbeiten, Veranstaltungsmanagement und der organi-satorischen Leitung eines Kulturzentrums, unterrichtete er Kreatives Schreiben, Rhetorik, Schauspiel und Körpersprache. Zwei Jahre war er Manager eines professionellen Theaters und dort im Wesentlichen mit Öffentlichkeitsarbeit und Akquise beschäftigt.
In Kanada wurde er bei Keith Johnstone zum Improvisationslehrer und in Mannheim zum Kommunikationstrainer für konzeptionelles, systemisches Training ausgebildet. Seit fast zehn Jahren ist er erfolgreich in den Sparten Theater und Kommunikation tätig. Zusammen mit Stefan Wurz schuf er u.a. erfolgreiche Stücke wie HELLE NÄCHTE und ALICE.




 

Choreograph / Tanz Coaching

Michael Kemper
absolvierte seine Ausbildung zum Tanzlehrer und -pädagogen an der Tanzlehrerakademie Gütersloh im Bereich Standard- und Lateinamerikanische Tänze, Gesellschaftstanz sowie Unterrichtsmethodik.
1998 studierte an der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg Gesang, Schauspiel, sowie Bühnen- und Choreographie-tanz.
Bereits während seiner Ausbildung etablierte er sich in Tanzproduktionen renommierter Veranstaltungen, Shows und Fernsehsender im In- und Ausland (NDR, Sat 1, RTL, VIVA, MTV...).Dazu gehörten auch Lauf- und getanzte Modenschauen für Firmen wie z.B.: Wella, Goldwell, Camera, Jean Pascale, C&A, Porsche....
Seinem Abschluss zum Bühnendarsteller folgte ein Preis als Nachwuchsdarsteller des ersten Sylter Musicalwettbewerbes im Rahmen eines Meisterkurses.
Seine Musicalerfahrung zeichnet sich u.a. durch Engagements bei Produktionen wie „Falco Meets Amadeus“ (Tänzer / Cover Josef), „Titanic“ (Deutschlandpremiere 1.Besetzung Steward / DaMico), „Immer montags CHACHACHA“ (1.Besetzung Sascha), „The Who's Tommy (Ensemble / Solist), „Hello Dolly“ (1. Besetzung Ambrose Kemper / Dance Captain), „Die Beine von Dolores“ (Ensemble) und „My Fair Lady“ (Ensemble) aus.
Auch als Choreograph bestritt er bislang einen vielseitigen Weg. Zu seinen Arbeiten gehören unter anderem die spanische Oper "La Verbena De La Paloma" unter der Schirmherrschaft von Placido Domingo, Musicals wie "Das Parlament der Tiere" mit den Hamburger Alsterspatzen im Buddy-Musicaltheater Hamburg, "Fame" im Stadttheater Gronau (Westf.), „Sister Act“, „Die vier Elemente“, „Die Schrift an der Wand“, „Die Beine von Dolores“ – Showrevue mit Gunther Emmerlich, „Carmina Burana“, Apassionata „Sehnsucht“ & „Grand Voyage“, Evita Stadttheater Zwickau sowie unterschiedlichste Theaterproduktionen und auch Musikvideos.
Als Geschäftsführer und Choreograf der Agentur ACts betreute er die Europa -/ und Deutschland Tour von APASSIONATA.
Wegen seiner hohen pädagogischen Kompetenz hat die SingAkademie Niedersachsen ihn mehrfach für Workshops und Inszenierungen eingeladen.


 

Vocal Coach

Julia Schönleiter
ist als Sängerin, Musikerin, Gesangspädagogin und auch als Chorleiterin tätig. Ihren sängerischen Werdegang begleitete Astrid Kaitinnis an der Universität Hildesheim. Jazz-Gesang trainierte sie bei Sylvia Droste in Bielefeld und Ines Reiger in Österreich. Mit dem Thema des Belting-Singens, wichtig fürs Musical, befasste sie sich in New York.
Neben der eigenen kreativen Arbeit hat sie sich auch mit den psychologischen Aspekten der Stimmbildung befasst. Das Thema der Diplomarbeit, "Der Dialog zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein auf dem Weg der geschulten Stimmentfaltung", untersucht, wie Persönlichkeit und Stimme im Gesangsunterricht sich gegenseitig beeinflussen.
Als Gesangslehrerin für Populargesang an der Universität Hildesheim und als Sängerin im Bereich Jazz (Redlightblue), Musical (Backstage-SiStars), Chanson und Klassik entwickelt sie auch ihren eigenen Stil als Gesangspädagogin weiter.

Julia Schönleiter wohnte 20 Jahre in und um Hamburg und lebt seit 1994 in Hildesheim. Sie gibt hier privaten Gesangsunterricht, leitet den Gospelchor "Happy People" in Lauenau, sowie den „Ö-Chor“ und die „Glory Singers“ in Hildesheim. Außerdem schreibt sie Stücke für ein freies Musiktheater in Braunschweig.
Durch ihre spezielle Ausbildung wird sie gerne zu speziellen Voicetraining-Workshops eingeladen, bei denen sie ihre Erfahrung in den Bereichen Jazz, Pop, Scat und anderen Stilrichtungen weitergeben kann.


 

Stimmbildung

Heidrun Heinke
studierte Gesang in Hannover bei Prof. Tilla Briem und in Berlin bei Prof. Elisabeth Grümmer. Die intensivste Ausbildungszeit erfolgte in Hannover bei Elisabeth Fischer-Junghann und Prof. Karl Bergemann. Ihre wichtigste künstlerische Begegnung war der Unterricht von Elisabeth Schwarzkopf, bei der sie vier Jahre lang intensiv als Privatschülerin studieren konnte.
Heidrun Heinke ist mehrfache Preisträgerin und Stipendiatin. So gewann sie u.a. die Bundesauswahl „Podium junger Künstler“, wurde als Stipendiatin des Richard-Wagnerverbandes zu den Bayreuther Festspielen geschickt und war eine der ersten Stipendiatinnen der IMAS (Internationalen Musikakademie für Solisten).
Als Konzert- und Oratoriensängerin gastierte sie im gesamten Bundesgebiet. Zahlreiche Konzertverpflichtungen im europäischen Ausland, in Amerika und in Japan wie auch umfangreiche Rundfunkaufnahmen runden ihre Vita als erfolgreiche und engagierte Sängerin ab. Sie gestaltete dabei mit nachhaltigem Erfolg als lyrischer Sopran das gesamte große Konzert- und Oratorienrepertoire des Barock, der Klassik und Romantik.
Eine besondere Liebe hat sie aber auch zur Musik der klassischen Moderne. So hat sie sich auf dem Konzertpodium immer wieder mit Paul Hindemiths großem Rilke-Zyklus „Das Marienleben“ auseinandergesetzt. Zusammen mit dem Pianisten Hagen Schwarzrock entstand dazu eine CD. Aber auch Komponisten wie Schönberg, Francaix, Britten, Bernstein, Blarr, Weill und Webern stehen auf ihrer Repertoireliste.
Heidrun Heinke sieht sich besonders dem deutschen Lied verpflichtet und konnte mehrfach durch Konzerte und Meisterkurse in Japan, Russland und Amerika in dieser Tradition wirken. Von J. Brahms Zyklus „Die schöne Magelone“ liegt eine CD-Einspielung vor, bei der sie nicht nur als Sängerin auftritt, sondern auch das von Ludwig Tieck verfasste Märchen erzählt.
Seit einigen Jahren komponiert Heidrun Heinke auch eigene experimentelle Vokalliteratur.
Neben ihrer solistischen Karriere widmet sich die Sängerin zunehmend einer äußerst erfolgreichen gesangspädagogischen Arbeit.
Viele ihrer zahlreichen SchülerInnen sind Preisträger von Wettbewerben, stehen bereits im ersten Bühnen-Engagement oder sind als erfolgreiche KonzertsängerInnen tätig.
Häufige Einladungen als Dozentin zu Interpretations- und Stimmbildungskursen resultieren aus dieser Arbeit. So war sie im Namen der Bundesregierung in der Hauptstadt Kirgistans, Bishkek, um eine Meisterklasse zu halten und Konzerte zu geben. 2009 wird sie mit ähnlicher Zielsetzung einer Einladung nach Russland folgen.
Seit ihrer Dozententätigkeit an der Justus-Liebig-Universität Gießen leitet sie mit großem Erfolg das Vokalensemble „Vocademia“, das ausschließlich aus Schülerinnen ihrer Gesangs-klasse besteht.
Ihre kreative Begabung zeigt sich vermehrt auch in Regiearbeiten. So inszenierte sie Musicals wie „Factory“, „“Annie“, „Die Schrift an der Wand“ und „SisterAction“, führte Regie bei der Barockoper „Dido und Äneas“ (Purcell), dem Singspiel „Bastienne und Bastien“ (Mozart), der Operette „Die Verlobung unter der Laterne“ (Offenbach), „Peer Gynt“ (Grieg) oder auch dem Oratorium „Der Lindbergflug“ (Brecht/Weill). Bei den Kulturfestwochen auf Helgoland inszenierte sie musikalische Lebensbilder oder thematische Chor-Revuen wie „Sommernachts-träume“ (Gade, Purcell, Mendelssohn, Grieg), „Der Meisterfotograf Schensky“ (Brahms, Strauß, Distler, Holst u.a.), „Mozart meets Helgoland“ (Mozart) u. a.


 

Musikalische Leitung Klassik

Claus Ulrich Heinke
kam schon früh im Elternhaus mit der Musik in Berührung. Während der Schule und seiner Studienzeit der evangelischen Theologie in Hannover, Göttingen und Berlin erhielt er auch eine musikalische Ausbildung mit dem Schwerpunkt Orchesterdirigieren. Zu seinen Dirigier-lehrern gehörten Martin Stephani (Detmold), Felix Prohaska (Hannover), Othmar Suitner (Salzburg) und Eric Ericson (Wien/Stockholm).
Die Gründung der SingAkademie Niedersachsen geht auf seine Initiative zurück. Mit ihr war er in vielen Orten Niedersachsens und anderer Bundes-länder aktiv. Dabei leitete er zahlreiche symphonische Werke des Barock, der Klassik, der Romantik und der Moderne.
Immer wieder dirigiert er aber auch reine Orchesterprogramme. Er arbeitete dabei u.a. mit dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover zusammen, dem Göttinger Symphonie-orchester, der Staatsphilharmonie Halle, der Kammerphilharmonie Karlsruhe, dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode und dem Mitteldeutschen Kammerorchester. Internationale Projekte liegen dem Dirigenten besonders am Herzen, besonders in Ländern des ehemaligen Ostblocks.
So hat sich eine gute Zusammenarbeit mit den Prager Philharmoniker KSO entwickelt und es bestehen Verbindungen zum Kammerorchester Prima Vera aus Kazan und zu dem Philharmonischen Orchester Sarajewo.
Auf Einladung der deutschen Botschaft von Kirgistan wurde er nach Bishkek eingeladen, um einen deutsch-kirkisischen Kulturaustausch vorzubereiten.
Konzertreisen mit dem Kammerchor der SingAkademie Niedersachsen führten ihn in das europäische Ausland, u.a. nach Prag, Kopenhagen und Paris. Wiederholt wurde er auch als Gastdirigent nach Japan eingeladen, um dort zusammen mit seiner Frau Werke der deutschen symphonischen Chorliteratur zu erarbeiten und Vorträge zu halten.
Im Mozartjahr 2006 gastierte er mit dem Mozart-Requiem an verschiedenen Orten Niedersachsens, in Varese und in Mailand. Im Mai 2007 unternahm er mit der SingAkademie eine Konzertreise mit Orffs „Carmina Burana“ nach Rom. Dort kam 2008 auch Bachs „Weihnachtsoratorium“ zur Aufführung. Ende 2009 folgt er einer Einladung nach Russland, um in Gelendijk (Schwarzes Meer) einen Chorworkshop zu leiten und Vorträge zu halten.
Claus-Ulrich Heinke ist außerdem Beauftragter für die Citykirche St. Jakobi, eine projektorientierte Kultur- und Dialogkirche mitten in der Stadt Hildesheim.


 

Klavier-Korrepetition

Rainer Abraham
studierte Klavier in Hannover. Nach dem Studium war er viele Jahre im Landkreis Oldenburg (Ldkrs)tätig, ehe er zum Theater ging. Neben seiner Arbeit als Theatermusiker der Landesbühne Wilhelmshaven und am Staatstheater Oldenburg, war er immer wieder auf Tournee mit dem Schauspieler Claus Boysen. Besonders erfolgreich war dabei eine Österreich-Tournee mit einem Brecht-Programm. Zusammen mit dem Pantomimen Samy Molcho erhielt er für eine Inszenierung von Brechts "Der Kaukasische Kreidekreis" den Norddeutschen Theaterpreis. Nach einer Zeit als Musiklehrer am Internat Schloss Hamborn ist er jetzt als freier Musiker tätig. Er arbeitet mit vielen Künstlerinnen und Künstlern als Begleiter zusammen. Als Pianist gehört er zum Dozenten-Team der SingAkademie Niedersachsen. Rainer Abraham leitet außerdem eine Firma für Notensatz und ist Herausgeber der edition musicara. Er gab auch den Anstoß zur Gründung der Musikschule Schloss Hamborn-Borchen e.V., die er heute noch leitet. Sein besonderes Interesse besteht an der Herausgabe aktueller Forschungsergebnisse zu Wirken und Leben des Musikologen N.N. Schwaderlapp.




 

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