Die SingAkademie Niedersachsen gestaltet Symphonische Nächte in Goslar und Hildesheim
„Von guten und von bösen Geistern“ will die SingAkademie Niedersachsen bei ihren Konzerten in Goslar und Hildesheim erzählen. Am Freitag, 30. April, gestaltet sie ihre traditionelle „Symphonische Walpurgisnacht“ in der Goslarer Kaiserpfalz, am 1. Mai lädt sie in der Citykirche St. Jakobi zur zweiten „Symphonischen Mainacht“ ein. Beide Konzerte beginnen um 20 Uhr, um 19.30 hält Dirigent Claus-Ulrich Heinke einen Einführungsvortrag.
„Ich finde es für das Publikum immer spannend, wenn es Kontraste gibt“, sagt Claus-Ulrich Heinke über seinen programmatischen Ansatz. Für die nächsten Konzerte der SingAkademie gilt dies in besonderem Maße. Walpurgis- und Mainacht schlagen einen Bogen vom romantischen Komponisten Niels W. Gade zu Leonard Bernstein und weiter zu einem Musical von Stefan Wurz und Martin Doll, das es eigentlich noch gar nicht gibt. Die Uraufführung für „Brandnacht“ wird erst im August sein, jetzt gibt es aber schon ein 20-minütiges Highlight-Potpourri.
„Gute und böse Geister“ sind das Bindeglied zwischen den scheinbar so unterschiedlichen Werken – beziehungsweise die dunklen und die hellen Seiten der Liebe. „Erlkönigs Tochter“ von Niels W. Gade entführt der Legende zufolge einen Bräutigam (und mit ihm die Zuhörer) in einen skandinavischen Elfenwald, aus dem es für Herrn Oluf kein Entrinnen gibt. „Im Grund ist es eine dramatische Szene“, beschreibt Claus-Ulrich Heinke das 40-minütige Werk für Orchester, Chor und Solisten. Organisationsleiter Florian Uthoff ergänzt: „Man könnte eine Oper daraus machen.“ Die Solostimmen singen Isabell Bringmann (Sopran), Timothy Sharp (Bariton) und Heidrun Heinke (Sopran). Es spielt das Kammerensemble der SingAkademie.
Gut hundert Jahre nach Gade komponierte Leonard Bernstein die Chichester Psalms für das Festival im südenglischen Chichester. Chor und Knabenstimme werden hier von einem Klavier und nicht weniger als fünf Schlagzeugern begleitet. Mit anderen Worten: Eine fulminante Rhythmusbatterie sorgt dafür, dass sich der „gute, religiöse Geist“ (Heinke) mit reichlich Power und Groove Geltung verschafft. Bernstein hat in seine Psalmen-Vertonung Jazz- und Populär-Elemente integriert. Die Solostimme singt der 15-jährige Sarstedter Christopher Paskowski.
Ballade, Gospel und auch Rock sind die Zutaten, mit denen Stefan Wurz sein neues Musical „Brandnacht“ würzt. Er hat es für die SingAkademie Niedersachsen und besonders deren Jugendchor geschrieben. Grundlage der Geschichte ist der große Brand von Bockenem im Jahr 1847, bei dem 250 Häuser dem Feuer zum Opfer fielen. Und wieder bilden Liebesgeister, diesmal gute und böse, den Dreh- und Angelpunkt.
Die 25 Mitglieder des SingAkademie-Jugendchors kommen aus dem gesamten Landkreis Hildesheim; sie werden gemeinsam mit vier Solisten einen Vorgeschmack auf das Stück geben, tänzerische und szenische Elemente inklusive. „Da geht die Post ab“, verspricht Claus-Ulrich Heinke.
Für das Konzert am 30. April in der Goslarer Kaiserpfalz bekommt man Karten zum Preis von 13 bis 22 Euro bei der Touristinformation Goslar, Markt 7, 38640 Goslar, Telefon 05321/78060.
Für Hildesheim gibt es Karten bei der Hildesheimer Allgemeinen und bei allen weiteren Vorverkaufskassen. Per Internet und Telefon können Karten bei der SingAkademie für beide Konzerte bestellt werden, 05067/697505, vorverkauf@singakademie-niedersachsen.de. Jugendkarten für das Konzert in Hildesheim gibt es für 10 Euro an der Abendkasse.
Ticketinformation hier auf der Website...
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